Archäologie der Nachbarschaft - Eine dekoloniale Kooperation in Berlin Mitte
Ein Projekt von der Gesellschaft für Ethnographie
Nach fast viermonatiger Recherche lädt das Amo Collective Berlin zur Dekolonialen Flanerie 2023 ein. Inspiriert von den antirassistischen und kosmopolitischen Idealen des afrodeutschen Aufklärers Anton Wilhelm Amo, begeben wir uns auf eine Reise in das Herz der deutsch-jüdischen Mode, zu Rahel Varnhagens historischem Salon,zu den Spuren des Berliner Kolonialhandels, entdecken verdeckte Migrationsgeschichten in der DDR und erkunden die aktuellen Kämpfe um Straßenumbenennungen. Im Umfeld der A.-W.-Amo-Straße tauchen wir ein in die verschlungenen Geschichten von Vertreibung, Auslöschung, Migration und Befreiung – und begeben uns damit zu den Grundlagen unserer postkolonialen und postmigrantischen Gegenwart. Wie lassen sich dekoloniale, konviviale Zukünfte aus dieser Perspektive vergangener, aber keineswegs abgeschlossener Kämpfe neu inspirieren? Die Dekoloniale Flanerie wird kuratiert und aufgeführt vom Amo Collective Berlin, einer Gruppe von Forscher:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen, die aus der Nachbarschaftsinitiative Anton Wilhelm Amo (NAWAS) hervorgegangen ist. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Orte
Anton-Wilhelm-Amo-Straße
am Institut für Europäische Ethnologie, HU Berlin
Termine
Decolonial Flanerie
08.09.2023, 17Uhr -19.15
Treffpunkt: vor dem Institut für Europäische Ethnologie, Amo-Straße 40/41 (Früher: M*-Straße), 10117 Berlin