Berlin Scar City
Ein Projekt von SPÄTISPÄTI
An Orten, an denen Verdrängung stattfindet, wird häufig eine Veränderung für viele zu Profite von wenigen ermöglicht.
Wo sind die Profite hin? Welche Knappheit gilt es in der Fülle einer Stadt wie Berlin zu ermitteln, zu überwinden und sichtbar zu machen?
Was gibt es zu Genüge und woran fehlt es?
Bezahlbarer Wohnraum? Gemeinwohlorientierte Räume? Grünanlagen? Vielfalt?
Mit dem Projekt “Berlin ScarCity” werden drei Orte in Berlin, welche von großmaßstäblichen Stadträumlichen Veränderungen betroffen sind, durch (spekulative) Fiktion, Performance und Aktions-Architekturen in Räume der positiven Spekulation verwandelt.
Das Kollektiv SpätiSpäti nimmt die Rolle von Stadtdetektiv*innen an und ermittelt durch nachbarschaftliche Hinweise und der Hilfe von bereits vernetzten Ermittlungspartner*innen (lokalen Initiativen, Vereinen, Kiezgruppen...), das was fehlt und das, was bereits da ist. Überfluss und Knappheit (eng.: «scarcity») sollen sichtbar, erlebbar und verhandelbar gemacht werden. In drei Kiezen in Berlin legen wir den Fokus auf unterschiedliche Tatbestände räumlicher Gerechtigkeit. An verschiedenen Wochenenden wird diesen vor Ort auf den Grund gegangen.
Fall #1: Palast der Leere - über Luftschlösser in der Pallasstraße
Fall #2 Platz der Fülle: eine Schatzkarte der Großzügigkeiten des Hermannplatzes
Fall #3 Rummel im Überfluss: Miethai Wanted in der Rummelsburger Bucht!
An den 3 ergebnisoffnen Ermittlungswochenenden sollen Stadtentwicklungsprozesse gemeinsam vor Ort ermittelt werden und sichtbar gemacht werden. Der Fall Berlin ScarCity wird im Abschluss festlich aufgedeckt und Informationen sowie Ermittlungspartner*innen miteinander vernetzt.
Orte
Pallasstr.24
Rummelsburger Bucht
Paul-und-Paula-Ufer.