Stadtflussland Berlin
Landschaftstheater, Folge 1
Recherchepraxis Nolte / La Hengst / Scheel / Brodowsky
Mit Heiner Bomhard, Reemt Ulrich/Benedikt Riepe, Bernadette La Hengst und dem Chor der Statistik
Berlin, 5.-7.11.2021
Ein Anwerber auf einem Schiff trägt Botschaften der ausgekohlten Lausitz in die Stadt. Drei Tage lang ist die schwimmende Installation mit Durchsagen und Klängen sichtbar. An drei Anlegestellen ruft der Anwerber zum Aufbruch ins Neuland auf, erwartet vom Chor der Städtebewohner:innen. Es entspinnt sich ein Dialog zwischen energiefressender Stadt und dem ausgebeuteten Land, zwischen städtischen Projektionen und Potentialen der anthropozänen Landschaften.
Songs von der unerfüllbaren Sehnsucht nach Natur und dem Wunsch nach Aufbruch in ein anderes Leben (Musik: Bernadette La Hengst) treffen auf das Angebot, Teil des Neuen Großen Landschaftstheaters (NGLT) zu werden, dessen Manifest bei dieser Aktion veröffentlicht wird.
Jeder Anleger stellt einen eigenen Raumbezug für die Performance her: privatisiertes Media-Spree-Berlin des 21. Jahrhunderts (Mercedes Platz), rekonstruiertes preußisches Weltkulturerbe (DomAquarée), politisches Berlin des Regierungsviertels und Debattenort (Haus der Kulturen der Welt).
STADTFLUSSLAND BERLIN fragt danach, wie sich die Beziehungen zwischen den rohstoff- und energiehungrigen Städten und den ausgebeuteten Landschaften am Ende des fossilen Zeitalters neu denken, verhandeln und gestalten lassen. Die Spree als natürliche Verbindung zum Lausitzer Kohlerevier ist der ideale Ort, um diese Fragen in Berlin in Szene zu setzen. STADTFLUSSLAND ist der Auftakt für weitere Aktionen des NGLT.
Kooperationspartner: Spree:public
Mit freundlicher Unterstützung von Haus der Kulturen der Welt und Weltwirtschaft
Hauptort:
Innerstädtische Spree von Treptow bis Mitte
Termine
Freitag, 5. bis Sonntag, 7. November 2021
an allen drei Tagen jeweils um
16:00 Uhr an der Anlegestation 1: Mercedes Platz / Mühlenstraße
18:00 Uhr an der Anlegestation 2: Dom-Aquarée / Karl-Liebknecht-Brücke
19:30 Uhr an der Anlegestation 3: Haus der Kulturen der Welt