TRACING

Ein Projekt von feelings.mem

Kurzbeschreibung des Projektes

Im Projekt TRACING trifft sich eine Gruppe von 10-15 lesbischen, inter*, bisexuellen, schwulen, trans* und/oder queeren Menschen über 65 Jahren, um ihre Erfahrungen mit queerer Bewegung im öffentlichen Raum über die Jahrzehnte mit Stimme, Video und Tanz zu teilen. Angeleitet durch das Kollektiv feelings.mem und mit Unterstützung der Fachstelle LSBTI* Alter und Pflege treffen sich die Teilnehmenden in unterschiedlichen Gesprächs-, Erzähl- und Bewegungsformaten. Künstlerisches Zuhause des Projektes sind die Uferstudios in Zusammenarbeit mit dem PSR Kollektiv). Angestoßen durch unterschiedliche Kennenlern- und Zusammenkunftsprozesse, Erfahrungsgeschichten, Interviews und Gespräche erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsame oder individuelle Choreographien, die ihre eigenen Bewegungsgeschichten näher befragen und ihre materiellen Realitäten als ältere Körper als inspirierende Kraft nutzen. Die Tänze werden in Proberäumen, sowie an verschiedenen signifikanten Orten in der Stadt (spezifsche Orte voller queerer Geschichte und allgemeine wie Toiletten, Straßenübergange, U-Bahn etc.) gefilmt und dann in Absprache mit den Tanzenden mit Aufnahmen der Treffen, Probenfilmen und Interviewgeschichten zu Kurzfilmen geschnitten

Hauptprojektort 

Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin, Deutschland

Weitere Orte

TRACING ist ein dezentrales Projekt, das über verschiedene Arten von Räumlichkeiten funktioniert. Die Erarbeitung und Präsentation in den Alltagsräumen (Wohnorte, Treffpunkte) der beteiligten queeren Senior*innen ermöglicht künstlerischen Ausdruck und Wirksamwerdung und ein Ausstrahlen über die Orte hinaus. Das Projekt bringt außerdem neue MItwirkenden, neue Community in das Uferstudios und bereichert den Austausch insb. im Cultural Community Center. Besonders von Bedeutung für die urbane Praxis ist aber die Präsentation der entstehenden Videos im öffentlichen Raum – in Parks, an Bahnsteigen, auf Plätzen. Es sind Orte die queere Geschichte in sich tragen, die zumeist unsichtbar bleibt. Es sind Orte, an denen sehr alte Menschen durch eingeschränkte Mobilität oft weniger präsent sein können und dadurch ihren Platz in der öffentlichen Wahrnehmung verlieren. Dem soll TRACING die Gegenerzählung der Videos entgegenstellen: als Sichtbarmachung, als Bildung über individuelle queere Stadtarchive.

Termine

Geplant sind Veranstaltungen im Dezember in den Uferstudios und in der Schwulenberatung Berlin.

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